Hey, ich bin Sascha
Die Geschichte hinter NairoHQ
Manche Wege sind nicht gerade, und das ist okay
Meine Geschichte ist keine glatte Erfolgsgeschichte. Sie ist echt, mit Höhen und Tiefen, mit Umwegen und Neuanfängen. Ich war ein Heimkind, hatte früh mit Herausforderungen zu kämpfen, und habe trotzdem, oder gerade deswegen, meinen Weg gefunden.
Was mich antreibt? Eine Mischung aus unstillbarer Neugier und dem Drang, Dinge zu verstehen. Ich lebe mit Merkmalen des Autismus-Spektrums, genauer gesagt mit Hypersystematisierung und sensorischer Überempfindlichkeit. Mein Gehirn verarbeitet Informationen anders, zerlegt alles in Systeme und Muster. In Menschenmengen führt das schnell zur Reizüberflutung, aber es hat mich auch zu dem gemacht, der ich bin: analytisch, detailverliebt, und immer auf der Suche nach dem nächsten Problem das ich lösen kann.
Meine Timeline
Der erste Computer
Mit 12 Jahren saß ich zum ersten Mal vor einem PC, im Kinderheim. Das war meine Heimzeit, ja, ich bin ein Heimkind. Shit happens, muss man durch. Während andere draußen Unsinn machten, war ich fasziniert von dieser Maschine. Der Computer wurde meine Ablenkung, mein Rückzugsort, der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.
Erste eigene Homepage
Mit 14 war ich wieder zu Hause und bekam meinen ersten eigenen Rechner. Früher wurde das belächelt und abgespeist, niemand in meinem Umfeld hatte einen PC. Für mich war es Ablenkung vom Mist bauen draußen, und ich hab mich richtig reingesteigert. Da es damals noch nicht viel gab, habe ich mir selbst HTML und CSS beigebracht. Meine erste Website? Eine South Park Fanpage. Ja, ich weiß... ich war 14. 😄 Übrigens: Heute kommen genau die Leute zu mir und fragen nach Hilfe, die mich damals belächelt haben. Karma.
Auf der neuen Schule war ich bis 2001 derjenige, der am Lehrer-PC saß und den anderen Schülern was beigebracht und gezeigt hat. Mein Lehrer war immer fasziniert von meinen PC-Fähigkeiten. Und ja, Filme brennen auf CD für den Schulhof gehörte natürlich auch dazu. 💿
Die wilde Zeit
Die Neugier führte mich in die Hacker-Szene, und ich blieb dort mehrere Jahre. Wir reden hier nicht von Script-Kiddie-Kram, sondern von Bruteforce-Attacken, selbstgebauten Trojanern, eigenen Builds, Hackatack und was damals sonst noch so ging. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA hab ich Anwender zur Weißglut gebracht. CD-Laufwerk rein, raus, rein, raus. Monitor an, aus, an, aus. Account-Daten-Diebstahl. Die volle Palette.
2003 kam dann der Wendepunkt: Meine erste Strafanzeige, und mein ältester Sohn kam zur Welt. Beides zusammen hat mich wachgerüttelt. Zeit, erwachsen zu werden. Manchmal braucht man einen Schlag und einen Grund gleichzeitig.
PHP-Fusion Österreich
Mein erstes offizielles Team! Ich wurde Teil von PHP-Fusion Österreich und programmierte an dem damals beliebten CMS mit. Design, Module, Themes, ich war mittendrin statt nur dabei. Über die Jahre habe ich mich immer mehr in die Mediengestaltung und Programmierung reingearbeitet. Als PHP-Fusion nach mehreren Jahren eingestellt wurde, haben sich ein paar Mitglieder privat zusammengetan und wir haben uns gegenseitig an weiteren Projekten gepusht und immer weiter verbessert.
Twitch-Entdeckung
Ein Kumpel zeigte mir den Stream von Pummelfee86, ein Wirt, der live aus seiner Kneipe streamte. Ich war sofort begeistert. Die Atmosphäre, die Community, die Interaktion, das war mein Ding! Was ich damals nicht wusste: Twitch war früher Justin.TV, was mir eigentlich bekannt war für Serien schauen.
Problem war nur: Bis dato durften wegen Corona nur Geimpfte in die Kneipe. Ich hab mich tatsächlich extra impfen lassen, nur um da teilnehmen zu können. Bei meiner letzten Impfung, sieh an, wurde der Shutdown aufgehoben. Toll, hätte ich mir sparen können. Naja.
Ich wurde Stammgast, saß oft neben dem Wirt vor der Kamera. Wir verstanden uns gut. Nach ein paar Besuchen drückte er mir das Mikrofon in die Hand: "Hier, rede mal mit dem Chat." Ich war total begeistert und dachte: Wow, das ist mein Ding! YouTube fand ich schon immer cool, aber Twitch, das war nochmal was anderes. Ich war immer öfter da, manchmal dreimal die Woche. Gut, Nebeneffekt war, dass ich ständig besoffen aus dem Laden gekrabbelt bin, aber Twitch war immer mit am Start.
Der eigene Stream beginnt
Ich entschied mich selbst zu streamen, aber nicht nur an einem Ort. IRL, raus, Outdoor, Quatsch machen. Ich kaufte mir immer mehr Technik zusammen.
Mein erster Stream: 14. Mai 2022, ab mit dem Auto nach Maaskantje, dem Drehort von New Kids. Gleich 30 Zuschauer beim ersten Mal, natürlich nicht ohne den Support von Pummelfee86, wo ich bereits offline Follower gesammelt hatte. Es lief gut, es kamen weitere kleine Streams, der Affiliate war schnell in der Tasche.
Am Anfang war ich noch auf Hilfe angewiesen, Twitch war eine neue Plattform, Lua eine neue Programmiersprache. Die ersten zwei, drei Wochen brauchte ich Support. Aber nach ein paar Monaten hatte ich technisch alle übertroffen.
Der große Hype
Es lief richtig gut. 130 Zuschauer im Durchschnitt, eine wachsende Community. Ich habe mich zweimal für den Twitch-Partner beworben, zweimal abgelehnt. Der Hype war zu schnell gewachsen, die Basis zu frisch, hieß es.
Gleichzeitig kam die Pflege meines Vaters dazu. Ich habe mir selbst zu viel Druck gemacht, wollte alles gleichzeitig schaffen.
Die Pause
Zu viel auf einmal. Die Pflege, der Druck, die Enttäuschung über die Absagen, ich brauchte eine Auszeit. Ich war nur noch manchmal live, konnte mich kaum wieder aufbauen. Ich löschte meinen alten Account, erstellte ständig neue, versuchte es immer wieder neu. Die Zuschauer waren genervt, verständlich. Wieder neuer Account, wieder Affiliate, aber für mehr hat's nicht mehr gereicht.
Der echte Neustart
Jetzt. Hier. Mit einer neuen Einstellung. Nicht mehr für die Zuschauerzahlen, sondern für mich selbst.
Aktuell plagen mich noch gesundheitliche Probleme, ich habe da noch einen längeren Weg vor mir. Aber im Hintergrund habe ich bereits alles aufgebaut und werde demnächst langsam wieder anfangen zu streamen.
Streaming gibt mir die Motivation rauszugehen, mich zu bewegen, was zu unternehmen. Es geht nicht um Hype oder darum Zuschauer zu binden, es gibt mir einfach Kraft. Es motiviert mich.
Technisch bin ich heute komplett unabhängig. Ich schreibe meine eigenen Systeme, Bots, Python-Scripts, IRL-Maps, alles selbst gebaut, kein Drittanbieter, alles verknüpft mit meinen eigenen dedizierten Servern.
Seit 2024/25 ist ChatGPT bekannt geworden und plötzlich denkt jeder, er wäre der neue Programmierer auf dem Markt. Aber was den meisten fehlt, ist nicht die KI, sondern die Logik und das Denken, solche Systeme zu bauen. Die Erfahrung. Da bringt dir auch die modernste KI nichts.
Lust auf mehr?
Schau bei einem Stream vorbei oder schreib mir, ich freu mich über jede Nachricht.